Erweiterung des Kindergartens in Stavern
Dazu führte der Bürgermeister aus, dass die Arbeiten leider schleppend vorangehen. Auf Ausschreibungen zu den einzelnen Arbeiten kommen leider keine Rückmeldungen. Was für ein Wunder …... Firmen haben zum Ende eines Jahres normalerweise ihre Bücher voll. Das sollte eigentlich auch der Gemeindeverwaltung und dem Bürgermeister bekannt sein.
Nochmal zur Erinnerung: Seit Anfang 2018 liegt der Antrag auf Förderung des Umbaus bei der Kindertagesstätte „St. Michael“ Stavern beim Landkreis Emsland vor. Im Februar 2018 wurde die Gemeinde Stavern bzw. die Samtgemeinde Sögel gebeten fehlende Unterlagen vorzulegen. Gleichzeitig hatte der LK Emsland einem vorzeitigen Baubeginn zugestimmt. In den folgenden 15 Monaten ist nichts passiert. Es wurde noch nicht einmal eine Baugenehmigung beantragt. Die wurde im Mai 2019 vom LK Emsland erteilt. Jetzt wurden auch fehlende Unterlagen eingereicht. Somit konnte für den Jugendhilfeausschuss des LK Emsland eine entsprechende Beschlussvorlage erarbeitet werden. Hier standen in einer öffentlichen Vorlage plötzlich andere Zahlen im Focus. Darüber haben wir uns natürlich bei den zuständigen Stellen des LK Emsland informiert.
Für den Bürgermeister wieder ein Anlass unser Vorgehen in der Ratssitzung an den Pranger zu stellen. Vielleicht sollte er endlich mal dazu übergehen, die Ratsmitglieder entsprechend zu informieren und so zu arbeiten, wie es eigentlich erforderlich ist.
Hier müssen wir jetzt mal abwarten. Die Kostenschätzung für das Bauvorhaben, 208.000 Euro, sind jetzt zwei Jahre alt. Abgesehen von den Mehrkosten für die Container dürfte jedem klar sein, dass die Baukosten in den letzten zwei Jahren explodiert sind.
Bei jeder Rats- oder Fraktionssitzung, wo es um dieses Thema geht, führt Bürgermeister Rawe aus, dass die Kinder, die Eltern und in erster Linie auch die Erzieherinnen begeistert von der derzeit praktizierten „Containerlösung“ sind. Er hat es jetzt so oft wiederholt, dass er es so oder so glaubt und die Hoffnung hat, dass alle Ratsmitglieder es auch glauben. Einige bestimmt.
Dieser Meinung kann man doch nicht allen Ernstes sein. Abgesehen davon, dass uns die Container bisher über 14.000 Euro gekostet haben, besteht seit Ende der Sommerferien auf dem Gelände des Kindergartens, wo eigentlich Kinder spielen sollten, eine riesige Baustelle in der jetzt auch der komplette Eingangsbereich mit einbezogen ist. Über die zusätzlichen Gefahren, die dadurch entstehen macht sich derzeit wohl keiner Gedanken. Das ganze wird sich noch über den Winter bis ins nächste Jahr hinziehen.
Zu der Aussage, Container hätten wir so oder so haben müssen, sei angemerkt, dass in der ersten Lösung der jetzt gebaute Speiseraum für ein Jahr als Gruppenraum umfunktioniert werden sollte. Dazu hätte er aber vor einem Jahr fertig sein müssen.
Abschließend noch der Hinweis, dass Bürgermeister Rawe ganz nebenbei noch erwähnt hat, dass der Kindergarten in Groß Berßen (der ja vor 2 Jahren schon für über 100.000 Euro erweitert wurde) einen bzw. zwei Anbauten erhalten soll. Die Kostenschätzungen dazu belaufen sich auf 580.000 Euro. Hier werden wir uns natürlich sehr gerne an den Kosten beteiligen (müssen). Jeder der hier so ein wenig in die Zukunft schaut, wird erahnen, wo für Stavern die Reise hingeht.
Offensichtlich können andere Gemeinden und die dort verantwortlichen Personen etwas zügiger planen und umsetzen. Über die Art und Weise, wie es in Stavern abläuft oder besser gesagt nicht läuft, amüsiert man sich schon in anderen Gemeinden.